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Vorbereitung:

Teneriffa

21. November bis 1. Dezember 2014

Um den zu erwarteten Schnuddelwetter in Deutschland zu entkommen und geeignete Trainingsziele zu haben, flogen Heike und Bernhard Ende November auf Teneriffa.
Die Tourismusindustrie versprach ganzjährig gutes Wetter und mit dem Teide (3.718 m), immerhin der höchste Berg Spaniens, war auch ein würdiges Gipfelziel vorhanden.
Es sollte anders kommen!
Schuld hatte ein Sturmtief, das die Kanaren anhaltend belagerte und auch den ersten Schnee in den Lagen über ca. 2.500 m brachte. Nach der Ankunft haben wir zwar kurz den Teide in Augenschein genommen - das bisschen Schnee in der Gipfelregion sah aber keinesfalls schrecklich aus. Etwas verunsichert waren wir aber schon, warnte doch ein Aushang am Beginn des Wanderwegs am Parkplatz zum Refugio Altavista ausdrücklich vor dem Aufstieg - Weicheier, diese Spanier. Wir hatten vom 26. auf den 27.11.2014 eine Übernachtung im Refugio Altavista gebucht, um dann zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Teide zu stehen.
Am 24. November 2014 checkten wir im Parador auf 2.200 m ein und sprangen noch schnell auf den 2.717 m hohe Guajara. Viel Wind, aber kein Schnee.
Abends dann die E-Mail vom Refugia Altavista, dass es für die gebuchte Nacht vom 26. auf 27. November aus "Sicherheitsgründen" geschlossen blieb. Na gut, dann gehen wir den Teide eben von unten. Da für den 27. November die Wettervorhersage in der Tat mies war, standen wir am 26. November morgends um 7.00 Uhr am Ausgangspunkt der Teide Besteigung. Wunderschönes Wetter - die Sonne ging auf, nur der scharfe Wind war etwas störend. Es lies sich ganz gut an. Wir kamen zügig voran, einzig nervend war, dass wir ab und an hartgefrorenen Eisplatten ausweichen mussten, was aber ganz gut ging.
An der 2.718 m hohen Montana Blanca sah man dann den weiteren, schneebedeckten Weg zum Refugio Alavista ein. Von dort kamen uns auch einige Leute z.T. mit Turnschuhen entgegen, die um Refugio übernachtet hatten. Also bis zum Refugio sollten wir in jedem Fall kommen.
Das Refugio empfing uns dann tiefverschneit. Auf dem Weg dorthin waren an einigen Stellen schon "Eiertänze" nötig, um sich über vereiste Stellen zu mogeln. Steigeisen oder Grödel wären da nicht schlecht gewesen, aber wer nimmt so was schon auf die Kanaren mit?
Vom Refugio sind es dann nur noch "lächerliche" 500 Hm zum Gipfel. Auf ziemlich genau 3.400 m war aber dann trotz Traumwetter Schluss. Eine 25 Grad geneigte Eisplatte lies sich nicht umgehen und auch die steigeisenfesten Bergschuhe konnten keine Tritte in das Blankeis schlagen. Ein weiter Gehen wäre unverantwortlich gewesen. Beim Abstieg konnten wir aber dann noch einigen verblüfften Inselwanderen zeigen, wie man auffirnende Schneefelder in der Fallinie abfährt.

Ein 3000er Gipfel sollte aber auf Teneriffa schon her!
Da bot sich der zweithöchte Berg Teneriffas, der 3.135 m hohe Pico Viejo an.
Also ging es am nächsten Tag, trotz heftigsten Wind und bedeckten Himmel wieder los. Im Balancieren auf und um Eisplatten waren wir ja nun schon geübt und so standen wir gegen Mittag alleine auf dem unscheinbaren Gipfel, der nur mit einem Steinmann gekennzeichnet ist.
Immerhin konnten wir den gesamten Windschutz unserer Ausrüstung einem Praxistest unterziehen. Stärker kann der Wind auch am Kilimanjaro nicht wehen, denn sonst ist der aufrechte Geradeausgang nicht mehr möglich.

Kreuzwiesenalm

26. Dezember bis 29. Dezember 2014

Robert wollte mit der oberösterreichischen Fraktion zur Vor-Akklimatisation mit Ski auf den Krippenstein und dort eine Nacht in der Lodge auf 2.060m übernachten
Heike und Bernhard zogen am 2. Weihnachtsfeiertag nach Südtirol auf die knapp 2.000m hochgelegene Kreuzwiesenalm, die wir bereits von Schneeschuhwanderurlauben in der Region Lüsen kannten. Während die Anfahrt bis zum Brenner noch durch Schneefall auf der Alpennordseite gebremst wurde, schien in Südtirol die Sonne - einzig der Schee fehlte (noch).

Samstag, 27. Dezember 2014
Bereits während des Frühstücks beginnt es leicht zu schneien.
Trotzdem geht es los. Ziel ist das Astjoch (2.194m, unschwierig)
und von dort weiter auf die Lüsner Alm
zur Rastnerhütte
und wieder zurück zum Standort Kreuzwiesenalm.

Die Bedingungen Schnee und Wind waren zum Ausrüstungstest optimal.
Man beachte im Bild rechts den modischen Daunen-Minirock.-) Er wärmt aber in der Tat!

Sonntag, 28. Dezember 2014
Heute ging es bei schneidenden Nordwind über das Jakobsstöckel weiter auf den Campill und dann über den langen Graft wieder auf das Astjoch (siehe gestern).
Nachdem wir dort schon kurz nach 12.00 Uhr eingetroffen waren, führte kein Weg an einer Verlängerung der Tour zur Starkenfeldhütte vorbei.
Im Bild rechts ist zu sehen, dass insbesondere am Grat anstrengende Spurarbeit angesagt war.

Aus der Rubrik: Zahlen die die Welt nicht braucht:
In der Hütte spielte ich mit meinem neuen iPhone6. Dabei entdeckte ich das Icon "Health". Klickt man dies an, informiert einen das iPhone ungefragt über die im Laufe des Tages zurückgelegte Strecke (11,84 Km) und die Schritte des Tages (17.553). Nur die Höhe misst das Ding noch nicht.
Mit dieser neuen Funktion bin ich aber jetzt in der Lage, die täglich am Mount Kenia bzw. Kilimanjaro zurückgelegten Schritte zu posten.

Montag, 29. Dezember 2014
Wir steigen vom "Höhentrainingscamp" ab nach Lüsen und fahren zurück nach München.

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